Projekt „Gesund mit Medien“ am Gymnasium Bühlau Dresden
Ein 12-Monats-Modellprojekt zur Mediengesundheit, gefördert von der DAK-Gesundheit nach § 20a SGB V. Es läuft aktuell und verbindet aufeinander aufbauende Workshops, Elternarbeit, die Einbindung der Lehrkräfte und eine kontrollierte wissenschaftliche Begleitung. So sieht Prävention aus, die im Schulalltag wirklich greift.
Wenn ein einzelner Workshop nicht reicht
Viele Schulen merken: Mediensucht und problematischer Bildschirmgebrauch lassen sich nicht mit einer einmaligen Aktion lösen. Es braucht etwas, das mehrere Jahrgänge erreicht und Eltern wie Lehrkräfte einbezieht. Etwas, das nicht schon nach 90 Minuten wieder vergessen ist.
Das Gymnasium Bühlau in Dresden wollte genau diesen Schritt gehen: kein punktueller Impuls, sondern ein Vorhaben, das sich über ein ganzes Schuljahr erstreckt und im Schulcurriculum verankert wird. Gemeinsam mit OFFLINE HELDEN und mit Förderung der DAK-Gesundheit nach § 20a SGB V entstand daraus ein 12-Monats-Modellprojekt unter dem Titel „Gesund mit Medien“.
Der Anspruch war von Beginn an doppelt. Einzelne Schüler:innen sollten Werkzeuge an die Hand bekommen (Verhaltensprävention). Gleichzeitig sollten die Rahmenbedingungen an der Schule selbst mitgedacht werden (Verhältnisprävention). Beides zusammen, über mehrere Bausteine hinweg aufeinander abgestimmt.
Prävention, die bleibt
Statt einer einmaligen Veranstaltung werden Schüler:innen, Eltern und Kollegium über ein ganzes Schuljahr begleitet und das Thema im Curriculum verankert. Mehr zu unserem Verständnis von nachhaltiger Schulentwicklung finden Sie unter Medien-Leitlinien.
Drei Zielgruppen, ein gemeinsames Vorhaben
Mediengesundheit gelingt dann, wenn alle am selben Strang ziehen. Deshalb richtet sich „Gesund mit Medien“ gleichzeitig an Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte.
Rund 180 Schüler:innen
Über zwei Jahrgangsstufen hinweg (Klasse 5 und Klasse 7), mit altersgerechten Workshops, die aufeinander aufbauen.
Rund 180 Eltern
Eingebunden über begleitende Elternarbeit, denn Mediengewohnheiten entstehen und verändern sich zuerst zu Hause.
15 Lehrkräfte
Mitgenommen, damit das Thema nach Projektende im Kollegium weiterlebt und im Unterricht seinen Platz behält.
Im Zentrum stehen zwölf Workshop-Termine: sechsmal in Klasse 5 als Halbtagsformat und sechsmal in Klasse 7 als Ganztagsformat. Die Termine bauen bewusst aufeinander auf. Jüngere Jahrgänge holen wir anders ab als die Älteren, und Inhalte lassen sich über die Stufen hinweg vertiefen.
Wie bei jeder OFFLINE-HELDEN-Veranstaltung tragen alle Bausteine die drei Säulen unserer Arbeit: Psychologie, Pädagogik und Medienpraxis. Wir reden mit den Schüler:innen, nicht über sie. Fachlich fundiert und nah an ihrer Lebenswelt.
Aus dem Projekt
Mitmachen statt zuhören
Statt Frontalunterricht arbeiten die Jahrgänge in kleinen Runden: ausprobieren, diskutieren, die eigenen Mediengewohnheiten ehrlich anschauen. Diese aktive Auseinandersetzung macht den Unterschied zwischen „einmal zugehört“ und „selbst verstanden“.
Aufeinander aufbauend, wissenschaftlich begleitet
„Gesund mit Medien“ ist als Modellprojekt angelegt und entsprechend sauber strukturiert: von der Erhebung der Ausgangslage bis zur Abschlussevaluation.
Klasse 5, halbtags
Sechs Workshop-Termine als Halbtagsformat, altersgerecht für die jüngere Jahrgangsstufe gestaltet.
Klasse 7, ganztags
Sechs Ganztags-Workshops, die inhaltlich an die jüngeren Stufen anknüpfen und vertiefen.
Eltern & Lehrkräfte
Begleitende Arbeit mit rund 180 Eltern und 15 Lehrkräften: Verhaltens- und Verhältnisprävention zusammengedacht.
Evaluation
Standardisierte Online-Befragung mit Kontrollschule, am Ende ein Abschlussbericht für Schule und Kasse.
Besonders an diesem Projekt ist die methodische Sorgfalt. „Gesund mit Medien“ folgt einem kontrollierten Prä-Post-Follow-up-Design mit Kontrollschule und drei Messzeitpunkten (T1, T2, T3). So lässt sich besser einordnen, welche Veränderungen tatsächlich mit dem Projekt zusammenhängen und nicht einfach mit dem Älterwerden der Schüler:innen.
- Drei Messzeitpunkte (T1, T2 und T3) zur Erfassung von Ausgangslage und Verlauf
- Kontrollschule zum Vergleich und zur besseren Einordnung der Ergebnisse
- Standardisierte Online-Befragung als einheitliche Datengrundlage über alle Zeitpunkte
- Verhaltens- und Verhältnisprävention: Schüler:innen stärken und Rahmenbedingungen mitgestalten
Im Curriculum verankert, wissenschaftlich begleitet
Das Projekt setzt von Anfang an auf eine dokumentierte Auswertung, nicht auf ein gutes Gefühl.
Die Wirkung des Modellprojekts wird über die standardisierte Online-Befragung mit drei Messzeitpunkten und einer Kontrollschule erfasst und am Ende in einem Abschlussbericht für die Schule und die DAK-Gesundheit als Förderpartnerin zusammengetragen. So entstehen belastbare Daten statt eines bloßen Eindrucks.
Mindestens ebenso wichtig: Das Thema Mediengesundheit wird im Schulcurriculum verankert. So bleibt es nicht bei einem Projekt, das mit dem letzten Workshop endet, sondern wird Teil dessen, was die Schule dauerhaft trägt. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie wir Wirkung erfassen und einordnen, findet weitere Hintergründe auf unserer Seite zur Wirkung unserer Arbeit.
Kontrolliertes Studiendesign
Prä-Post-Follow-up mit Kontrollschule und drei Messzeitpunkten. So wird Veränderung methodisch sauber eingeordnet.
Abschlussbericht für alle
Dokumentierte Auswertung an Schule und Kasse, transparent und nachvollziehbar.
Übertragbar auf Ihre Schule
Das Gymnasium Bühlau zeigt, wie ein mehrstufiges Präventionsvorhaben aussehen kann. Vieles davon lässt sich auf andere Schulen übertragen.
- Mehrere Jahrgänge aufeinander aufbauen: Wirkung entsteht über Wiederholung und Vertiefung, nicht über Einzeltermine
- Eltern und Lehrkräfte einbeziehen, damit sich Schüler:innen, Zuhause und Schule gegenseitig stützen
- Im Curriculum verankern, damit Mediengesundheit auch nach Projektende Teil des Schulalltags bleibt
- Förderwege prüfen: eine Krankenkassen-Förderung nach § 20a SGB V kann ein solches Vorhaben tragen
Zur Förderung sind wir ehrlich: Wir unterstützen bei der Antragstellung, wo Förderung möglich ist. Eine Förderzusage können wir aber nicht garantieren. Ob ein vergleichbares Modellprojekt oder ein einzelner Baustein, wir besprechen mit Ihnen gern, was zu Ihrer Schule passt. Einen guten Rahmen dafür bilden auch unsere Medien-Leitlinien als längerfristiger Schulentwicklungsprozess.
Ein Modellprojekt für Ihre Schule?
Lassen Sie uns gemeinsam besprechen, wie nachhaltige Mediengesundheit an Ihrer Schule aussehen kann, vom einzelnen Workshop bis zum mehrstufigen Vorhaben.
