Ein helles Grundschul-Klassenzimmer
Worum es ging

Eine Schule, die Medienerziehung zur Gemeinschaftsaufgabe gemacht hat

An der Lessinggrundschule Neukirch in der Lausitz tauchten dieselben Fragen auf, die viele Grundschulen kennen: Wie viel Bildschirmzeit ist im Grundschulalter sinnvoll? Was tun mit dem Klassenchat? Und wie ziehen Schule und Elternhaus an einem Strang? Die Schule wollte keine einzelnen Aktionen, sondern ein Schulentwicklungsprojekt über das gesamte Schuljahr.

Gemeinsam mit OFFLINE HELDEN entstand das Projekt „Gesunde Schule – Stark mit Medien“, das aktuell läuft. Es verbindet alles, was unser Medien-Leitlinien-Format ausmacht: Workshops mit den Kindern, Elternabende, Lehrkräfte-Fortbildungen und am Ende verbindliche, gedruckte Leitlinien für den Medienalltag. Diese Leitlinien kommen nicht als Verordnung „von oben“. Sie werden von der ganzen Schulgemeinschaft getragen.

8 Klassen

Alle Jahrgänge der Schule sind eingebunden, mit altersgerechten Workshops für die Kinder.

165 Schüler:innen

direkt einbezogen. Über Elternabende und Fortbildungen sind es rund 400 Menschen insgesamt.

2 Leitlinien

altersgerecht getrennt (eine für die Klassenstufen 1 und 2, eine für 3 und 4), plus Follow-up-Evaluation nach drei Monaten.

Die Bausteine des Projekts

Psychologie, Pädagogik und Medienpraxis, zusammengedacht

Wie bei jeder OFFLINE-HELDEN-Veranstaltung ruht auch dieses Projekt auf drei Säulen. So wird aus einzelnen Bausteinen ein stimmiges Ganzes, das die ganze Schule mitnimmt.

Workshops für die Kinder

In allen acht Klassen erarbeiten die Schüler:innen ihre eigene Sicht auf Medien, altersgerecht und in ihrer Sprache. So fließen die Erfahrungen der Kinder direkt in die spätere Leitlinie ein.

Elternabende

Die Eltern bekommen Orientierung für den Medienalltag zu Hause und bringen ihre Perspektive ein. Eltern-Umfragen liefern dazu die Datenbasis. So entsteht aus vielen einzelnen Familien ein gemeinsames Verständnis.

Fortbildungen fürs Kollegium

Lehrkräfte und Schulsozialarbeit werden fachlich gestärkt. So werden die Leitlinien im Schulalltag wirklich getragen und gelebt, statt nur beschlossen zu sein.

„Aktive Pause“

Ein Baustein, der Bewegung und Ausgleich in den Schulalltag holt. Der gesunde Umgang mit Medien soll auch im Pausenhof spürbar sein, nicht nur auf dem Papier stehen.

Wie es läuft

Von der Steuergruppe zur gedruckten Leitlinie

Das Projekt läuft als Schulentwicklung über das Schuljahr. Eine eigene Leitlinien-Steuergruppe hält die Fäden zusammen und sorgt dafür, dass alle Stimmen gehört werden.

1

Steuergruppe gebildet

Schulleitung, Kollegium, Schulsozialarbeit und die Eltern (über Umfragen) bildeten gemeinsam die Steuergruppe und legten die Ausgangslage fest.

2

Workshops & Elternabende

In allen acht Klassen laufen Workshops, parallel kommen Eltern an den Elternabenden und über Umfragen zu Wort, das Kollegium wird fortgebildet.

3

Leitlinien erarbeitet

Aus allen Perspektiven entstehen zwei abgestimmte Medien-Leitlinien (eine für die Eltern der Klassenstufen 1 und 2, eine für 3 und 4). Wir moderieren, die Schulgemeinschaft beschließt, am Ende werden sie gedruckt und übergeben.

4

Evaluation nach 3 Monaten

Eine Follow-up-Evaluation prüft, was im Alltag wirkt. So bleiben die Leitlinien lebendig und können bei Bedarf nachgeschärft werden.

Das Ergebnis

Zwei Leitlinien, die die ganze Schule mitträgt

Am Ende des Schuljahres stehen zwei gedruckte Medien-Leitlinien, eine für die Klassenstufen 1 und 2, eine für 3 und 4. Sie sind kein Aushang-Papier, sondern eine gemeinsame Vereinbarung, an deren Entstehung Kinder, Eltern und Kollegium beteiligt sind. So sprechen Schule und Elternhaus dieselbe Sprache.

  • 165 Schüler:innen direkt einbezogen, rund 400 Menschen insgesamt
  • 2 altersgerechte Leitlinien (Klasse 1/2 und 3/4) als greifbares, alltagstaugliches Ergebnis
  • Steuergruppe aus Schulleitung, Kollegium, Schulsozialarbeit und Eltern
  • Follow-up-Evaluation nach drei Monaten, damit die Wirkung bleibt
  • Gefördert von der Techniker Krankenkasse nach § 20 SGB V
Auf einen Blick

Projektsteckbrief

Schulentwicklung Grundschule Lausitz / Sachsen Schuljahr 2026/27 § 20 SGB V

Format: Medien-Leitlinien über ein Schuljahr, mit Workshops, Elternabenden, Fortbildungen und „Aktiver Pause“, getragen von einer Steuergruppe der ganzen Schulgemeinschaft.

Finanzierung

Gefördert nach § 20 SGB V

Das Projekt an der Lessinggrundschule Neukirch wird von der Techniker Krankenkasse als Prävention im Setting Schule nach § 20 SGB V gefördert. Leitlinien-Projekte laufen als Schulentwicklung über ein Schuljahr und sind damit grundsätzlich förderfähig. Wir unterstützen bei der Antragstellung, wo Förderung möglich ist. Eine Förderzusage können wir nicht garantieren.

Für Ihre Schule

Dasselbe Format, für Ihre Schule buchbar

Was an der Lessinggrundschule Neukirch entsteht, ist unser Medien-Leitlinien-Format, kein Einzelfall. Wir passen es an Ihre Schulform, Ihre Klassenstufen und Ihre Situation vor Ort an, von der Grundschule bis zur Oberstufe.

Sie bekommen einen Fahrplan aus der Praxis, die Moderation und Gestaltung übernehmen wir, und am Ende halten Eltern und Kollegium eine gemeinsame Vereinbarung in den Händen. Mehr zum Ablauf, zum Aufwand und zur Förderung finden Sie auf der Seite zu den Medien-Leitlinien. Oder schreiben Sie uns direkt über das Kontaktformular.

Der nächste Schritt

Holen Sie sich Leitlinien, die alle tragen

Erzählen Sie uns kurz, wo Ihre Schule steht. Wir antworten mit einem konkreten Fahrplan für Ihr eigenes Medien-Leitlinien-Projekt.

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