Projekt Lessinggrundschule Neukirch: „Gesunde Schule – Stark mit Medien“
Wie eine Grundschule in der Lausitz über ein ganzes Schuljahr verbindliche Medien-Leitlinien entwickelt. Getragen von Schulleitung, Kollegium, Schulsozialarbeit und Eltern, gefördert von der Techniker Krankenkasse nach § 20 SGB V. Eine Fallstudie, die zeigt, wie unser Medien-Leitlinien-Format in der Praxis aussieht.
Eine Schule, die Medienerziehung zur Gemeinschaftsaufgabe gemacht hat
An der Lessinggrundschule Neukirch in der Lausitz tauchten dieselben Fragen auf, die viele Grundschulen kennen: Wie viel Bildschirmzeit ist im Grundschulalter sinnvoll? Was tun mit dem Klassenchat? Und wie ziehen Schule und Elternhaus an einem Strang? Die Schule wollte keine einzelnen Aktionen, sondern ein Schulentwicklungsprojekt über das gesamte Schuljahr.
Gemeinsam mit OFFLINE HELDEN entstand das Projekt „Gesunde Schule – Stark mit Medien“, das aktuell läuft. Es verbindet alles, was unser Medien-Leitlinien-Format ausmacht: Workshops mit den Kindern, Elternabende, Lehrkräfte-Fortbildungen und am Ende verbindliche, gedruckte Leitlinien für den Medienalltag. Diese Leitlinien kommen nicht als Verordnung „von oben“. Sie werden von der ganzen Schulgemeinschaft getragen.
8 Klassen
Alle Jahrgänge der Schule sind eingebunden, mit altersgerechten Workshops für die Kinder.
165 Schüler:innen
direkt einbezogen. Über Elternabende und Fortbildungen sind es rund 400 Menschen insgesamt.
2 Leitlinien
altersgerecht getrennt (eine für die Klassenstufen 1 und 2, eine für 3 und 4), plus Follow-up-Evaluation nach drei Monaten.
Psychologie, Pädagogik und Medienpraxis, zusammengedacht
Wie bei jeder OFFLINE-HELDEN-Veranstaltung ruht auch dieses Projekt auf drei Säulen. So wird aus einzelnen Bausteinen ein stimmiges Ganzes, das die ganze Schule mitnimmt.
Workshops für die Kinder
In allen acht Klassen erarbeiten die Schüler:innen ihre eigene Sicht auf Medien, altersgerecht und in ihrer Sprache. So fließen die Erfahrungen der Kinder direkt in die spätere Leitlinie ein.
Elternabende
Die Eltern bekommen Orientierung für den Medienalltag zu Hause und bringen ihre Perspektive ein. Eltern-Umfragen liefern dazu die Datenbasis. So entsteht aus vielen einzelnen Familien ein gemeinsames Verständnis.
Fortbildungen fürs Kollegium
Lehrkräfte und Schulsozialarbeit werden fachlich gestärkt. So werden die Leitlinien im Schulalltag wirklich getragen und gelebt, statt nur beschlossen zu sein.
„Aktive Pause“
Ein Baustein, der Bewegung und Ausgleich in den Schulalltag holt. Der gesunde Umgang mit Medien soll auch im Pausenhof spürbar sein, nicht nur auf dem Papier stehen.
Von der Steuergruppe zur gedruckten Leitlinie
Das Projekt läuft als Schulentwicklung über das Schuljahr. Eine eigene Leitlinien-Steuergruppe hält die Fäden zusammen und sorgt dafür, dass alle Stimmen gehört werden.
Steuergruppe gebildet
Schulleitung, Kollegium, Schulsozialarbeit und die Eltern (über Umfragen) bildeten gemeinsam die Steuergruppe und legten die Ausgangslage fest.
Workshops & Elternabende
In allen acht Klassen laufen Workshops, parallel kommen Eltern an den Elternabenden und über Umfragen zu Wort, das Kollegium wird fortgebildet.
Leitlinien erarbeitet
Aus allen Perspektiven entstehen zwei abgestimmte Medien-Leitlinien (eine für die Eltern der Klassenstufen 1 und 2, eine für 3 und 4). Wir moderieren, die Schulgemeinschaft beschließt, am Ende werden sie gedruckt und übergeben.
Evaluation nach 3 Monaten
Eine Follow-up-Evaluation prüft, was im Alltag wirkt. So bleiben die Leitlinien lebendig und können bei Bedarf nachgeschärft werden.
Zwei Leitlinien, die die ganze Schule mitträgt
Am Ende des Schuljahres stehen zwei gedruckte Medien-Leitlinien, eine für die Klassenstufen 1 und 2, eine für 3 und 4. Sie sind kein Aushang-Papier, sondern eine gemeinsame Vereinbarung, an deren Entstehung Kinder, Eltern und Kollegium beteiligt sind. So sprechen Schule und Elternhaus dieselbe Sprache.
- 165 Schüler:innen direkt einbezogen, rund 400 Menschen insgesamt
- 2 altersgerechte Leitlinien (Klasse 1/2 und 3/4) als greifbares, alltagstaugliches Ergebnis
- Steuergruppe aus Schulleitung, Kollegium, Schulsozialarbeit und Eltern
- Follow-up-Evaluation nach drei Monaten, damit die Wirkung bleibt
- Gefördert von der Techniker Krankenkasse nach § 20 SGB V
Projektsteckbrief
Format: Medien-Leitlinien über ein Schuljahr, mit Workshops, Elternabenden, Fortbildungen und „Aktiver Pause“, getragen von einer Steuergruppe der ganzen Schulgemeinschaft.
Gefördert nach § 20 SGB V
Das Projekt an der Lessinggrundschule Neukirch wird von der Techniker Krankenkasse als Prävention im Setting Schule nach § 20 SGB V gefördert. Leitlinien-Projekte laufen als Schulentwicklung über ein Schuljahr und sind damit grundsätzlich förderfähig. Wir unterstützen bei der Antragstellung, wo Förderung möglich ist. Eine Förderzusage können wir nicht garantieren.
Dasselbe Format, für Ihre Schule buchbar
Was an der Lessinggrundschule Neukirch entsteht, ist unser Medien-Leitlinien-Format, kein Einzelfall. Wir passen es an Ihre Schulform, Ihre Klassenstufen und Ihre Situation vor Ort an, von der Grundschule bis zur Oberstufe.
Sie bekommen einen Fahrplan aus der Praxis, die Moderation und Gestaltung übernehmen wir, und am Ende halten Eltern und Kollegium eine gemeinsame Vereinbarung in den Händen. Mehr zum Ablauf, zum Aufwand und zur Förderung finden Sie auf der Seite zu den Medien-Leitlinien. Oder schreiben Sie uns direkt über das Kontaktformular.
Holen Sie sich Leitlinien, die alle tragen
Erzählen Sie uns kurz, wo Ihre Schule steht. Wir antworten mit einem konkreten Fahrplan für Ihr eigenes Medien-Leitlinien-Projekt.
